Virales Marketing
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Was ist virales Marketing?
Viren möchte ja eigentlich keiner auf seinem Computer haben und als Krankheit sind sie nicht gerne gesehen. Das liegt daran, dass Viren sehr anpassungsfähig sind und sich schnell verbreiten. Wie in Biologie auch benötigt virales Marketing drei Bedingungen, um sich zu verbreiten und im Idealfall eine Epedemie auszulösen:
- Einen Übertragungsweg
- Ideale Wirte und
- Infektiöse Inhalte
Computerviren verbreiten sich, indem sie das Computersystem infizieren und es so dazu bringen, Aktionen auszuführen, die vom Benutzer nicht erwünscht sind.
Beim viralen Marketing verhält es sich anders. Um sich zu verbreiten muss die Zielgruppe infiziert werden und fungiert als Träger und Verbreiter. Die Symptome sind jedoch weder ein defektes Computersystem noch Fieber oder Schüttelfrost. Vielmehr soll der Träger unterhalten, interessiert oder sonst wie aktiviert werden. Und zwar so gut, dass er seine Begeisterung seinen Freunden, Bekannten und Kollegen mitteilt und sie auf die Inhalte aufmerksam macht. Die im Idealfall wiederum dasselbe tun und auf diese Weise ohne weiteres Zutun der Initiatoren für eine rasante Verbreitung sorgen.
Wie erschaffe ich einen Marketing-Virus?
Zunächst brauchen Sie die richtigen Wirte für Ihren Virus. Am Besten geeignet sind Personen mit einem hohen Vernetzungsgrad. Es gibt diverse Theorien, dass jeder Mensch mit jedem anderen auf dieser Welt statistisch gesehen über nicht mehr als sieben Ecken bekannt ist.
Wenn Sie es schaffen, dass viele Seiten aufgrund einer viralen Botschaft auf Ihre Website verlinken, bringt das mehr als nur ein Strohfeuer. Über die Rankingmechanismen der Suchmaschinen verschaffen sie sich einen dauerhaften, zielgerichteten Besucherstrom. Zielgerichtet nicht unbedingt wegen Ihrer verbreiteten Botschaft, sondern weil Ihr Ranking stetig ansteigt und die Begriffe auf Ihren Webseiten besser gefunden werden.
Elemente viraler Methoden
- Give aways und unwiderstehliche Angebote
Beispiel: Kostenloses eBook "Unleashing the Ideavirus "; die Hardcover-Version erhielt zwischenzeitlich Platz 5 bei Amazon.de und PageRank 7 und beweist damit, dass kostenlose Angebote durchaus Geld erwirtschaften können
- Witzig, skurril, brandneu und unterhaltsam
Beispiel: Killer Christmas Light Display, Commercials , Uhrzeit , Bundesdance
- Skandalinszenierung und Empörung
Beispiel: Zur Gründung des Penthouse-Magazinz wurden Freiexemplare an Pfarrer und Priester, Mönche, Nonnen und Abgeordnete geliefert - Gutscheinkonzepte
zur Kundenbindung und Neukundengewinnung
Vergleiche hierzu auch: Fischer, Heidelberg 2006, S. 25 ff